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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Board & Dice
Autoren: Filip Głowacz, Ireneusz Huszcza
Grafik: Paweł Niziołek
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer:
60 bis 120 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Beer Empire
...

Brasserie oder Ballermann?
Ach, was wäre das schön: ein edles Bier von vollendeter Qualität, mit goldgelber Farbe, perfektem Bouquet und stabiler Schaumkrone. Ein Stoff, um den sich die Kritiker reißen würden! Dumm nur, dass man mit solch feinem Gebräu nicht genug verdienen kann...
 
 
... Das Volk will einfach nur Bier – und zwar möglichst viel und möglichst günstig. Worauf sollen wir jetzt setzen? Masse oder Klasse? Bölkstoff oder Edelbräu? Brasserie oder Ballermann? Die richtigen Entscheidungen zu treffen ist nicht immer einfach auf dem Weg zu Bier-Imperium …
 
So funktioniert's:
Vor jedem Spieler liegt ein persönliches Tableau, das unsere Brauerei darstellen soll und auf dem wir die Produktion unseres Bieres planen. Auf dem zentralen Spielplan in der Tischmitte spielt sich dagegen das Geschehen rund um unseren produzierten Gerstensaft ab: hier soll der kostbare Stoff an den Kunden gebracht und den Bierkritikern schmackhaft gemacht werden. Daneben finden wir noch eine Marktplatz-Auslage, die uns Runde um Runde mit den notwendigen Zutaten für unser Bier versorgt. Ziel des Spiels ist natürlich, das beste und beliebteste Bier zu brauen.

Vor dem erfrischenden Schluck haben die Götter aber den Fleiß gesetzt, und so müssen wir zunächst mal unsere Ärmel hochkrempeln und in unserer Brauerei die Bierproduktion anwerfen. Dass man zum Bierbrauen Hopfen und Malz benötigt weiß jeder, bei dem selbiges noch nicht ganz verloren gegangen ist. Beer Empire geht aber noch einen Schritt weiter und verlangt von uns auch, dass wir uns um die Gärung und die Abfüllung des flüssigen Stoffs zu kümmern haben. Und so müssen wir in jeder Runde mindestens je ein Plättchen mit Hopfen, einer Malzsorte, einer Gärungsart und einer Abfüllart einsetzen, um überhaupt etwas Trinkbares produzieren zu können. Hierzu steht uns auf unserem Brauereitableau ein Lagerhaus zur Verfügung, in dem die einzelnen Ressourcen sortenrein eingelagert werden. Um den weiteren Verlauf des Brauprozesses koordinieren zu können werden wir von vier Arbeitern unterstützt, die nun auf dem Arbeitsplan unseres Tableaus eingesetzt werden. In einem 3 × 3 Felder großen Raster sind die drei Bereiche unserer Brauerei aufgeführt: das Lagerhaus für Hopfen und Malz, die Gärungs- und Abfüllanlage und ein Bereich für den Einsatz von Erfahrungsplättchen.

Für jeden einzelnen Bereich müssen wir uns nun entscheiden, wann unsere Arbeiter ihre Tätigkeit dort aufnehmen sollen. Dabei gilt grundsätzlich, dass die hölzernen Gehilfen je mehr schaffen, desto eher sie mit der Arbeit anfangen. Ein Arbeiter, der morgens um 8.00 Uhr mit seiner Schicht beginnt, kann bis zu drei gelbe Malzkisten und drei grüne Hopfenkisten aus dem Lager tragen. Fängt er dagegen erst um 16.00 Uhr mit dem schuften an, schafft er bis zum Feierabend gerade mal eine gelbe und eine grüne Kiste. Auch für den Bereich Gärung und Abfüllung und die "Erfahrungsabteilung" gilt: je früher ich meine Meeple zum Arbeiten schicke, desto mehr schaffen sie. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass sich die einzelnen Arbeiter nicht in Quere kommen dürfen. Daher darf in jeder Zeile und in jeder Spalte des Arbeitsplanes immer nur ein Feld besetzt werden. Geht mein Hopfen- und Malz-Lagerarbeiter beispielsweise schon um 8.00 Uhr ans Werk, können die anderen beiden Bereiche nur noch um 12.00 oder um 16.00 Uhr anfangen und entsprechend weniger schaffen. Dabei ist es aber auch erlaubt, mehrere Meeples auf ein Feld zu versammeln und so den Output zu verdoppeln. In genanntem Beispiel würden zwei Arbeiter auf dem 8.00 Uhr-Feld der "Lager"-Zeile bis zu sechs gelbe und sechs grüne Kisten aus dem Lager schleppen können. Alternativ kann man einen Meeple aber auch auf das Marktfeld des eigenen Tableaus stellen und sich so Vorteile bei der späteren Shoppingtour durch das Rohstoffangebot verschaffen.

Sobald alle ihre Arbeiter zugewiesen haben, geht das Bierbrauen los. Dazu werden nun die erforderlichen Zutaten aus dem Lager auf die Rezeptseite des eigenen Tableaus gelegt, wobei natürlich nur so viel bewegt werden darf, wie es der vorher festgelegten Arbeitskraft entspricht. Gleichzeitig können nun auch Erfahrungsplättchen zur Verbesserung des eigenen Gerstensaftes ausgespielt werden. Wie bereits erwähnt benötigt man mindestens jeweils ein Hopfen-, Malz-, Gärungs- und ein Lagerungsplättchen. Hat man dieses einfache Rezept beachtet, ist das flüssige Gold auch schon produziert. Aber Bier ist nicht gleich Bier! Die Qualität des flüssigen Goldes kann sich teilweise erheblich von der der Mitspieler unterscheiden. Jedes Bier, das in den Kesseln der Spieler produziert wird, kommt – neben der Anzahl und der Sorte der Zutaten – mit drei Merkmalen daher: Aroma, Farbe und Geschmack. Und da die Qualität der Rohstoffe sowie die Sorgfalt der Weiterverarbeitung das Endprodukt beeinflussen, sind die meisten Rohstoffplättchen zusätzlich mit einem oder mehreren Merkmalen versehen. So gibt es zum Beispiel eine Gärung, die die Farbe negativ beeinflusst, oder Hopfen, der den Geschmack verbessert. Die einzelnen Merkmale auf den gewählten Plättchen unseres Bierrezeptes werden aufaddiert und ergeben so ein Bier mit entsprechenden Charaktereigenschaften. Unser Bier könnte beispielsweise die Merkmale Aroma +2, Farbe – 1 und Geschmack +1 haben.

Auf dem Spielbrett sind zudem fünf Rezepturen für beliebte Biersorten angegeben. So verlangt beispielsweise ein Pilsner zwei helle Malz und ein Hopfen und ein Ale ein helles Malz, ein dunkles und wiederum ein Hopfen. Grundsätzlich muss man aber nicht nach der Vollendung eines vorgegebenen Rezeptes streben. Das ist zwar hilfreich, wenn es gilt, die Kritiker zufriedenzustellen, aber manchmal tut es auch ein einfaches Gebräu. Hauptsache Malz, Hopfen, Gärung und Abfüllung sind mit von der Partie. Denn: so schön wie das Bierbrauen auch ist – als Brauereibetreiber geht es uns nicht um verklärtes Traditionsgeschwurbel, sondern um hartes Geld harte Siegpunkte. Und die verdienen wir auf dem Absatzmarkt. Zum Glück stehen uns davon gleich sechs zur Verfügung, so dass wir unsere Hopfenbrause zielgerichtet für bestimmte Marktbedürfnisse produzieren können und auch sollten. So gibt es zum Beispiel einen Markt, der Bier mit viel Aroma verlangt, einen der offene Gärung schätzt oder einen, der auf Flaschenbier steht (egal welcher Stoff drin ist – Hauptsache er kommt in einer Buddel daher). Für jede Nachfrage, die man mit seinem Eigengebräu erfüllt, kann man sich Siegpunkte gutschreiben, vorausgesetzt man hat überhaupt Anteile im Markt. Denn wie im richtigen Leben, so gilt auch im Beer Empire: die schönste Werbung nutzt nichts, wenn es den Stoff nicht in den Getränkemärkten zu kaufen gibt. Daher haben die Spieler zu Beginn des Spiels zwei bis drei Kronkorken in ihrer Spielerfarbe erhalten und auf beliebigen Märkten platziert. Hat ein Spieler nun mindestens einen eigenen Kronkorken auf einem Marktplättchen liegen, erhält er die dort ausgelobten Siegpunkte – sofern sein frisch gebrautes Bier die Bedürfnisse dieses Marktes erfüllt. Zusätzliche Siegpunkte gibt es, wenn man auf einem Marktplättchen die alleinige Mehrheit der Kronkorken innehat und somit Marktführer ist.

Sind für alle Märkte die Siegpunkte vergeben worden, können sich die Spieler noch dazu entschließen, die eigene Rezeptur zum Bierfest einzureichen. Dazu platziert man einfach die gesamten Zutaten- und Merkmalplättchen des eigenen Gebräus auf dem Bierfest-Feld der eigenen Farbe. In jeder geraden Runde (2, 4 und 6) schaut sich der ausliegende Bierkritiker die eingereichten Biere der Spieler an und vergibt dafür Fest-Punkte (keine Siegpunkte!). Je mehr die Getränke seinen Vorlieben bezüglich Aroma, Farbe und Geschmack entsprechen, desto höher bewertet er ein Bier. Beliebte Rezepturen geben sogar noch Extrapunkte. Der Spieler mit der höchsten Fest-Punktezahl gewinnt das Bierfest und erhält neben zwei Siegpunkten noch eine Auszeichnung seiner Wahl. Das können weitere zwei Siegpunkte, aber auch ein zusätzlicher Arbeiter, ein Erfahrungsplättchen oder drei Kronkorken sein.

Grundsätzlich erhält man die nützlichen Kronkorken, wenn man erfolgreich ein Bier gebraut hat. Davon abgesehen kann man zusätzliche Flaschenverschlüsse beim Bierfest erhalten oder aber indem man Zutaten- und Erfahrungsplättchen mit Kronkorkensymbol verwendet. Dabei gilt grundsätzlich: je mehr Kronkorken man zur Verfügung hat, desto besser. Denn nach der Brauphase beginnt der Kampf um die Marktanteile. Wie ja bereits erwähnt kann man nur Siegpunkte in Märkten erlangen, in denen man vertreten ist. Daher schließt sich nach der Brauphase nun eine Markt-Phase an, in der die Spieler zu jedem einzelnen Markt gefragt werden, ob sie dort Kronkorken investieren wollen. Mit geschlossener Faust bieten so alle Spieler und zeigen auf Kommando die Anzahl der Kronkorken, die sie neu in den Markt bringen wollen. Auf diesem Wege können die Spieler neue Märkte erschließen und lukrative Marktführerpositionen an sich bringen. Wird dabei eine vorgegeben Zahl an Kronkorken im Markt überschritten, gilt dieser als gesättigt und wird nach der nächsten Punktevergabe gegen ein neues Marktplättchen ausgetauscht.

Zu guter letzt heißt es Ressourcennachschub beschaffen. Dazu liegt für die Spieler ein Marktplatz aus (nicht zu verwechseln mit dem Nachfragemarkt!), der von jeder Ressourcenart (Hopfen, Malz, Gärung, Abfüllung) jeweils ein Plättchen mehr als Mitspieler bereithält. In Spielerreihenfolge dürfen sich die Spieler nun kostenfrei aus der Auslage bedienen und Runde um Runde jeweils ein ihnen genehmes Plättchen ins eigene Lager legen. Da die meisten Ressourcen Sondersymbole wie Braumerkmale (Aroma, Farbe, Geschmack), Kronkorken oder Siegpunkte mitbringen, werden hier die Weichen für die nächste Runde gestellt. Das Problem: der Marktplatz wird während dieser Phase nicht wieder aufgefüllt. Es heißt also abwägen, Prioritäten setzen und hoffen, dass noch genügend brauchbare Plättchen übrig bleiben wenn man das nächste Mal auswählen darf. Glücklich kann sich nun derjenige schätzen, der zu Beginn der Runde beim Platzieren seiner Arbeiter einen zum Marktplatz abgeordnet hat. Denn für diese Arbeiter gibt es eine Sonderauswahl aus jeweils einem Ressourcenplättchen pro Sorte, die sich während der Nachschubphase ständig wieder auffüllt. Haben alle Spieler gepasst, weil sie keine Ressourcen mehr nehmen wollen oder im persönlichen Lager kein Platz mehr ist, endet die Runde und die eigenen Arbeiter können wieder für den nächsten Durchgang auf dem persönlichen Arbeitsplan eingeteilt werden.

Eine Partie Beer Empire endet sofort nach dem dritten Bierfest, also in der sechsten Runde. Neben den während der Partie erreichten Siegpunkten gibt es nun noch je einen Siegpunkt für jeden Marktführer sowie nochmal einen Siegpunkt für je zwei unbenutzte Kronkorken. Wer nun die meisten Siegpunkte auf deinem Konto hat ist der unumstrittene Bierkönig und gewinnt den Kampf um das Bierimperium! [am]

 
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  PLUS:
PLUS:
thematisch gut umgesetzt.
schöne Mischung verschiedener
   Spielmechanismen:
   Einsatzplanung,
   beschränktes Warenangebot,
   verdecktes Bieten
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Material viel zu bunt und
   dadurch sehr unübersichtlich
für farbenblinde Spieler ungeeignet
eer
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André: Es gibt Themen, bei denen ich sofort hellhörig werde. Schlüsselwörter, die bei mir sofortiges Interesse auslösen. "Bier" gehört definitiv dazu. Als bekennender Freund einer Hopfenkaltschale habe ich nicht lange gezögert, als mein Cheffe mir das Spiel Beer Empire zur Rezension angeboten hat. Ein Bier-Spiel? Das muss ich mir ansehen.
 
Man merkt schon bei der ersten Partie, dass das Autorenduo viel Mühe investiert hat, um möglichst nah am Thema Bierbrauen zu bleiben. Nicht nur, dass man natürlich die entsprechenden Zutaten für ein Bier zusammen haben muss, um brauen zu können. Nein, diese kommen – wie im richtigen Leben – mit positiven und negativen Eigenschaften daher und wir müssen entsprechend dafür Sorge tragen, dass unser Gebräu mit vielen positiven Eigenschaften versehen ist. Schlechtes Aroma oder unschöne Farbe mag halt keiner. Gleichzeitig müssen wir aber auch im Auge haben, was der Markt denn so zurzeit verlangt, denn hier werden im Beer Empire die allermeisten Punkte gemacht. Also heißt es genau darauf zu achten, welche Ressourcen man sich in der Nachschubphase schnappt, damit das Bier in der nächsten Runde auf möglichst vielen Märkten Punkte bringt. So ist diese Phase nicht nur eine entscheidende, sondern gleichzeitig auch eine der spannendsten im Spiel. Jeder möchte gerne die optimalen Zutaten haben, aber da jeder die gleichen Ziele hat, sind die besten Plättchen meist schnell weg, und man muss sich mit minderwertigeren Zutaten rumschlagen. Tauschen kann man einmal erworbene Zutaten nicht, und so muss man sich auf Schadensbegrenzung verlegen, sei es durch Erfahrungsplättchen oder sei es durch Marktmanipulation.
 
Die Erfahrungsplättchen sind enorm hilfreich, verbessern sie doch mein Bier oder bringen wichtige Kronkorken. Dumm nur, dass man sie nur erhält, wenn man eine der fünf Trendbierarten braut. Diese verlangen natürlich ein ganz bestimmtes Rezept, und das stimmt meist nicht überein mit dem, was ich für den Absatzmarkt eigentlich bräuchte. Eine schöne Zwickmühle, die einem in jeder Runde die Entscheidung zwischen kurzfristigen Siegpunkten auf dem Markt oder langfristiger Verbesserung meiner Handlungsmöglichkeiten abverlangt. Dass das Bierfest alle zwei Runden die Spieler noch mit zusätzlichen Boni lockt, wenn man die Vorlieben des ausliegenden Kritikers möglichst genau erfüllt, macht Beer Empire thematisch noch dichter, fühlt sich aber rein spielmechanisch an, als hätte man es nachträglich drangeschraubt was den Spielablauf etwas unrund macht. Richtig gut gefällt mir die Art und Weise, wie die Märkte manipuliert werden. Wer Biere braut, die viele Kronkorken bringen, kann Mehrheitsverhältnisse zu seinen Gunsten verändern. Doch jeder Markt verträgt nur eine bestimmte Anzahl an Anteilen, und wer zu hoch ins Risiko geht, steht plötzlich ohne Absatzmarkt da, weil zu viele Spieler zu viel geboten haben. Durch das gleichzeitige, verdeckte Bieten kommt noch eine kleine Zockerkomponente ins Spiel, die richtig Spaß macht.
 
Geschicktes Einsetzen der eigenen Arbeiter im Lagerhaus, Zwickmühlen bei der Auswahl der Rohstoffe, Abwägen von kurzfristigen Ertrag gegenüber langfristiger Verbesserung plus Bietmechanismen bei der Marktauswahl – Beer Empire bietet eigentlich alles, was ein gutes, anspruchsvolles Spiel ausmacht … wenn da nur nicht die leider komplett verkorkste Grafik wäre.
 
Schon beim ersten Blick auf das Material fällt auf, dass fast alles in Beer Empire in den vier knalligen Spielerfarben Rot, Gelb, Grün und Blau gehalten ist. Neben dem persönlichen Material der Spieler (so weit, so gut) sind auch die Marktplättchen, die Erfahrungsplättchen, die Auszeichnungsplättchen, das helle Malz, der Hopfen und vor allem das komplette Spielbrett in den gleichen vier Farben gestaltet. Und als wäre das noch nicht genug, hat sich der Verlag dazu entschieden, als Hintergrund für den Spielplan eine wuselige, isometrische Stadtansicht zu nehmen, die – man ahnt es schon – nicht dezenter und transparenter, sondern in ebenso knalligen Farben daherkommt wie der ganze Rest des Spieles. Zu allem Überfluss sehen sich die Eigenschaftenmarker für Aroma, Geschmack und Farbe des Bieres zum Verwechseln ähnlich, weil neben den bereits erwähnten, knalligen vier Farben auch noch sehr ähnliche Symbole verwendet wurden. Anstatt diese im Spiel ja nicht unwichtigen Marker klar in Farbe und Ikonografie unterscheidbar zu machen (z.B. mit eindeutigen Symbolen wie Auge, Mund und Nase sowie einer durchgestrichenen, negativen Seite), hat man für alle drei Kategorien zum Verwechseln ähnliche Grafiken mit Bierglas und Gesichtsprofil genommen, die darüber hinaus ebenfalls im rot-gelb-grün-blauen Farbbrei untergehen. Dazu sehen die Rückseiten der Ressourcenplättchen fast genauso aus wie die Vorderseiten und die Gärungs- und Abfüllungsplättchen sind farblich auch viel zu nah beieinander, sodass Verwechslungen vorprogrammiert sind. Unter diesen Umständen ist das Spielen schon für normalsichtige Spieler eine echte Herausforderung. Farbenblinde Spieler können Beer Empire schlicht und ergreifend nicht spielen, weil die Komponenten zu ähnlich sind.
 
Ich möchte Beer Empire eigentlich mögen, weil mir nicht nur das Thema, sondern auch die Kombination der einzelnen Mechanismen gut gefällt. In der vorliegenden Form hat sich die Begeisterung in unseren Spielerunden aber sehr in Grenzen gehalten, was eigentlich schade ist. Mit einer gründlichen Überarbeitung der Grafik wären gute 7 Punkte drin gewesen. So komme ich leider nur auf 6 Zähler.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
...

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