Genre: Würfel
Erscheinungsjahr: 2010 Verlag: Zoch Verlag
..i.. Autor: Reiner Knizia Spieleranzahl: 2 bis 5 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 30 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Heckmeck Barbecue
Ein
wurmstichiges Würfelspiel
Fünf Jahre ist es her, seitdem Hahn
Harald seine erste Bratwurmbude eröffnet hat. Nun moderiert er
bereits seine eigene Kochshow!
So funktioniert's: Der
Spielplan zeigt 14 Felder mit den Werten von 23 bis 36,
sowie 1 bis 5 Bratwürmern. Bei den 8 W6-Würfeln ist
jeweils die 5 durch einen Wurm ersetzt.
Herzstück des
Spiels sind wieder die 8 Würfel.
Statt Bratwurm-Plättchen gibt es diesen "Grill" als
Spieltableau.
Gespielt wird reihum. Wer an der Reihe ist, würfelt alle
8 Würfel und legt anschließend alle Würfel einer Zahl
beiseite. Die Würmer zählen ebenfalls als Zahlen.
Anschließend werden die restlichen Würfel erneut
geworfen und wieder eine Zahl beiseite gelegt,
allerdings niemals eine Zahl, von der man bereits Würfel
abgelegt hat.
Der
Spieler addiert die Augenzahlen aller Würfel (Würmer
sind 5 Punkte wert) und kann zu einem beliebigen
Zeitpunkt aufhören, sobald sein Wurm mindestens 23
ergibt.
Dann
gibt es verschiedene Möglichkeiten:
1. Ist
der entsprechende Platz auf dem Grill leer, so legt der
Spieler einen Teller in seiner eigenen Farbe auf diesen
Platz und erhält entsprechend viele Bratwürmer aus dem
Vorrat.
2.
Befindet sich auf dem Platz bereits der Teller eines
Gegners, so wird dieser durch den eigenen Teller ersetzt
und der Spieler darf die Würmer bei dem Spieler, den er
gerade verdrängt hat, klauen.
3.
Befindet sich bereits ein eigener Teller auf dem Platz,
so setzt man einen zweiten obendrauf und erhält erneut
die passenden Bratwürmer. Dieser Platz ist nun gesichert
und kann von keinem Spieler mehr besetzt werden.
4.
Befindet sich auf dem Platz eine Grillschnecke, so nimmt
der Spieler diese an sich, ohne einen eigenen Teller auf
den Platz zu setzen.
Die Bratwürmer...
... und die Grillschnecken.
Kann
ein Spieler nach einem Wurf keine Würfel mehr beiseite
legen, so hat er einen Fehlwurf verursacht. Dies tritt
ebenfalls ein, wenn das endgültige Wurfresultat des
Spielers kleiner als 23 ist, es keinen Wurm enthält,
oder eine Zahl ergibt, deren Platz bereits gesichert
ist.
Bei jedem Fehlwurf wird eine Bratschnecke aus dem
Vorrat genommen und auf den freien Platz mit dem
höchsten Wert gelegt. Gibt es keine freien Plätze mehr,
so wird die Grillschnecke auf das höchste Feld mit einem
einzelnen Teller gelegt. Der Teller wird an seinen
Besitzer zurückgegeben.
Das
Spiel endet nach einem Fehlwurf, sofern sich im Vorrat
keine Grillschnecke mehr befindet oder keine mehr auf
dem Plan platziert werden kann. Jeder Bratwurm zählt
einen Punkt, eine Grillschnecke ist 3 Punkte wert. Der
Spieler mit den meisten Punkten hat gewonnen.
[cg]
Vielen Dank
an den Zoch-Verlag für ein Rezensionsexemplar!
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VERLAGSVIDEO
leer
Achtung, hierbei handelt es sich um ein Werbevideo des
Verlages!
PLUS:
PLUS:
bekanntes Spielprinzip
zusätzliches Material
ENDE
MINUS:
MINUS:
mitunter zu lang
Verwässerung des Originals
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Chris:Wie
der Titel schon vermuten lässt, wurde das
wesentliche Spielprinzip dieses Spiels von
seinem Original "Heckmeck am Bratwurmeck" (>
Test)
übernommen. Einige Veränderung gibt es aber
doch, auf die ich eingehen möchte.
Da wäre zunächst einmal die Schachtel in
Würfelform, die natürlich zu einem Würfelspiel
gut passt, allerdings hätte das Material auch
problemlos in eine kleinere Schachtel gepasst,
wenn man den Spielplan nicht unbedingt senkrecht
darin verstaut hätte. Das Design der Schachtel
ist für ein Zoch-Spiel eher schlicht geraten und
sicherlich Geschmackfrage.
Zum Spielprinzip: Die hohen Plätze bringen nun
mehr Punkte als im Ursprungsspiel, sind aber
auch wesentlich einfacher zu erreichen, da auf
den Würfeln die 5 gegen eine 6 getauscht wurde.
Interessant ist die Tatsache, dass der
niedrigste Platz - die 23 - ganze 3 Würmer wert
ist. Gerade hier wechseln im Spielverlauf die
Teller häufiger als auf allen anderen Plätzen
zusammen. Die Bratwürmer sehen lustig aus, sind
im Grunde genommen aber eher überflüssig, da man
den Punktestand meist an den Tellern auf dem
Grill ablesen kann. Sie werden nur für den Fall
benötigt, dass eine Grillschnecke einen Teller
verdrängt, was aber eher selten eintritt.
Ein wesentlicher Unterschied zum Vorgänger ist
die Spieldauer: "Heckmeck Barbecue" dauert
länger. Überhaupt befindet sich hier mein
Hauptkritikpunkt: Bei "Heckmeck am Bratwurmeck"
war die Spielzeit immer etwa gleich lang, egal
wie gut oder schlecht die Spieler gewürfelt
haben. Dies kann man von "Heckmeck Barbecue"
leider nicht mehr behaupten. Das Spielende wird
hier durch Fehlwürfe und das Absichern von
Plätzen erreicht.
Je größer die Spieleranzahl
jedoch wird, desto schwieriger wird es Plätze zu
sichern. Wenn die Spieler dann auch nur halbwegs
gut würfeln und sich Runde für Runde gegenseitig
Punkte stehlen, kann es sein, dass eine Partie
überhaupt kein Ende finden will. Schade ist
zudem die Tatsache, dass ein Spieler bei einem
Fehlwurf keine Verluste einfährt. Ist der Vorrat
an Schnecken aufgebraucht, kann der führende
Spieler somit absichtlich einen Fehlwurf
herbeiführen um das Spiel zu beenden und zu
gewinnen.
Unterm Strich bleibt das "Barbecue" ein
Würfelspiel, das sich noch in etwa zu 80%
"Heckmeck am Bratwurmeck" anfühlt. Die
restlichen 20% sind kleine, für mich eher
unnötige Veränderungen. Das ursprünglich sehr
gute Spielprinzip wird durch die Neuerungen eher
verwässert als verbessert. Ich bleibe in Zukunft
lieber wieder beim Original.
* 7 Punkte, gäbe es nicht bereits "Heckmeck am
Bratwurmeck". Da mir die Änderungen in der
Neuauflage im Vergleich zum Original jedoch
weniger gut gefallen, vergebe ich 2 Punkte
weniger.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
*
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!