Genre: Taktik, Familie
Erscheinungsjahr: 2011 Verlag: alea
..i.. Autoren: Wolfgang Kramer, Michael Kiesling Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 9 Jahren Spieldauer: ca. 30 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Artus
und
die Ritter der Tafelrunde
Zu Tisch,
bitte! Die Sitzordnung der
Festtafel - immer wieder ein Streitpunkt. Bei diesem Taktikspiel
gilt es, die eigenen Ritter auf die besten Positionen zu
bringen.
So funktioniert's:
Vor dem Spiel werden die vier neutralen Figuren - die
Prinzen - auf die vier markierten Felder der Tafelrunde
gesetzt. Über jeden Prinzen wird ein Ring übergestülpt,
über einen sogar drei, wodurch dieser zum König wird.
Die Tafelrunde wird nun (und auch jederzeit im Spiel) so
ausgerichtet, dass das Feld mit der Krone auf den König
zeigt.
Alle Spieler
nehmen am großen runden Tisch Platz.
Wer eines dieser Felder verlässt, kassiert hier
Minuspunkte.
Jeder
Spieler besitzt drei Kartentypen, welche getrennt
gemischt und als verdeckte Stapel ausgelegt werden. Zu
Begin des Spiels erhält jeder Spieler drei Ritterkarten
und drei Königskarten auf die Hand. Nun setzten die
Spieler reihum jeweils einen eigenen Ritter an die
Tafelrunde - so lange, bis alle Ritter eingesetzt sind.
Gespielt
wird reihum. Wer am Zug ist, spielt zwei seiner
Handkarten aus, führt die entsprechenden Aktionen aus
und zieht anschließend wieder zwei Karten in beliebiger
Kombination von seinen drei Nachziehstapeln.
Die drei Kartentypen sind:
- Ritterkarten: Mit diesen Karten können eigene Ritter
um eine bestimmte Felderzahl im Uhrzeigersinn (bis auf
eine Ausnahme!) bewegt werden. Für jede Bewegung erhält
der Spieler so viele Punkte, wie das Feld angibt, von
dem die Figur weggezogen wurde (von +10 bis -15).
Eine
Ritterkarte
Eine
Königskarte
-
Königkarten: Mit der einen Hälfte der Königkarten können
die Prinzen oder auch der König bewegt werden. Punkte
gibt es hierfür ebenso wie für das Ziehen eines Ritters.
Mit der anderen Hälfte kann man den Prinzen einen Ring
überstülpen. Auch hierfür gibt es Punkte entsprechend
dem Feld, auf dem der Prinz steht. Erhält ein Prinz
seinen dritten Ring, wird er sofort zum neuen König, die
Tafelrunde wird neu ausgerichtet und vom alten König
werden wieder zwei Ringe entfernt.
- Wertungskarten: Diese Karten werten verschiedene
Gruppen von Figuren oder haben besondere Bedingungen,
für die der aktive Spieler Siegpunkte erhält. Spielt der
Spieler eine Karte mit einer Bedingung aus, die er nicht
erfüllen kann, erhält er dafür eine bestimmte Anzahl an
Minuspunkten.
Einer der
Aufträge: Werte alle Ritter!
Die Punkte
werden am Rand gezählt.
Spielende:
Das
Spiel endet, nachdem alle Spieler alle ihre
Karten ausgespielt haben. Der Spieler mit den
meisten Punkten hat gewonnen.
Es gibt auch eine Einsteigervariante.
Hierbei werden die Wertungskarten weg gelassen
und jeder spielt in seinem Zug nur eine Karte
aus. [cg]
eer
ERKLÄRVIDEO
leer
Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
interessanter Mechanismus
taktisch geprägt in der
Variante mit Wertungskarten
ENDE
MINUS:
MINUS:
z.T.
sehr unberechenbar
mitunter lange Wartezeiten
ödes Einsteigerspiel
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Chris:Nachdem
die Vielspielergemeinschaft fast ein Jahr auf
ein neues alea-Spiel warten musste, erschien im
Frühjahr 2011 nur wenige Wochen nach "Die Burgen
von Burgund" nun auch noch "Artus".
"Artus" ist aleas Nummer 7 der mittleren Reihe
und fällt schon vor dem ersten Spiel gleich
positiv durch sein Material auf - nun ja,
eigentlich müsste man eher sagen, dass das
Material mal nicht negativ auffällt, aber
immerhin... (schließlich hat sich die Qualität
ja seit „Ra“ nicht geändert ;-) ). Ebenso ist
der Schachteleinsatz erstmals nicht aus Plastik,
sondern aus gefalteter Pappe und bietet nur ein
großes Fach. Hier hat man die richtige
Entscheidung getroffen: gerade die mittlere
Reihe hatte ja gerne mal ihre Probleme mit dem
Schachteleinsatz.
Das eigentliche Spiel ist verhältnismäßig simpel
und lässt sich sehr leicht erlernen. "Artus"
spricht also diesmal, eher alea-untypisch, die
Familien bzw. Gelegenheitsspieler anstatt der
Vielspieler an.
Nun aber in medias res: Macht das Spiel Spaß?
Diese Frage kann ich für mich persönlich sehr
deutlich beantworten: Zu zweit: Ja. Zu viert:
Nein. Und zu dritt eben irgendetwas dazwischen.
Aber woran liegt das?
"Artus" hat schon einen gewissen Reiz, welcher
für mich hauptsächlich in den Wertungskarten
liegt. Stets versucht man, seine Ritter so zu
positionieren, dass die Wertungskarten möglichst
viele Pluspunkte oder eben auch möglichst wenig
Minuspunkte einbringen. Nicht selten kann es
auch vorkommen, dass man eine Karte bis zum
Schluss nicht ausspielen konnte (oder wollte)
und es somit am Ende noch einmal einen Haufen
Minuspunkte gibt.
Die anderen Elemente – also das Bewegen der
Ritter und der Prinzen – sind da leider etwas
belangloser, weswegen man das Einsteigerspiel
ohne die Wertungskarten auch mit gutem Gewissen
außen vor lassen sollte!
Unterm Strich bleibt dennoch ein gelungenes
Konzept, das bei vier Spielern allerdings durch
die viel zu große Unberechenbarkeit überdeckt
wird. Vorausplanungen sind unmöglich, was dann
leider auch noch eine lange Downtime mit sich
zieht. Wenn man will, kann man allerdings auch
schon eine Zweierpartie kaputtdenken, indem man
jede mögliche Zweierkombination der Handkarten
im Kopf durchgeht und dabei ausrechnet, was
jetzt gerade am meisten Punkte bringt.
Unsere Testgruppe spaltete sich in zwei Lager.
Deshalb gibt es diesmal auch gleich zwei Fazits:
a) "Artus" ist ein kurzweiliges
Familien-/Taktikspiel mit einem gelungenen
Konzept, das ich auch nach den Testpartien immer
gerne wieder mitspiele.
b) "Artus" ist ein nicht sonderlich
anspruchsvolles Spiel, dessen gute Mechanismen
leider von einer zu großen Unberechenbarkeit und
zu langen Wartezeiten überlappt werden. (>
Video)
Hinweis zur Wertung: Abweichende, niedrigere
Punktezahl (gelb) für ein Spiel zu viert!
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
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