Genre: Familie
Erscheinungsjahr: 2010 Verlag: Zoch Verlag
..i.. Autor: Alessandro Zucchini Spieleranzahl: 2 bis 6 Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: ca. 20 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Initiative
leer
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Mord
im Arosa
Kein
Hörspiel, aber ein Hör-Spiel!
Im Hotel Arosa passieren nachts schreckliche Dinge. Gleich zwei
Morde wurden verübt und von den Tätern ist weit und breit nichts
zu sehen.
Zu Beginn des Spiels werden die sieben Etagen des Hotels
zusammengesteckt und der Ermittlungsbogen bereit gelegt.
Jeder Spieler erhält 20 "Spuren" (Holzwürfel) seiner
Wunschfarbe als Vorrat und legt sie vor sich ab. Dann
werden zwei rote Steine in den oberen Hotelschacht
geworfen. Sie stellen die Opfer dar.
Der
Hotel-Tower besteht aus 7 Etagen.
In welche Etage fällt dieser Würfel?
Anschließend werfen alle Spieler reihum je zwei eigene Spuren
nacheinander in den Schacht. Schon jetzt sollten Alle
die Ohren gut gespitzt haben, denn im späteren
Spielverlauf wird es noch sehr wichtig sein, in welche
Etagen Spuren und Opfer gefallen sind.
Nun startet das eigentliche Spiel. Dieses splittet sich in zwei Akte.
Zunächst findet die Opfersuche
statt, in der jeder Spieler im Uhrzeigersinn den
Ermittler mimt. Er durchforstet eine Etage, indem er sie
öffnet und alle Spieler in das Innere sehen können.
Sollte sich in der Etage kein Opfer befinden, jedoch
Spuren der anderen Mitspieler, so werden diese
vorsichtig entnommen. Das Gebäude wird wieder
verschlossen und die Spuren werden nacheinander wieder
in den Schacht geworfen. Wichtig dabei ist, dass immer
die entsprechende Farbe laut genannt wird, damit Jeder
eine Ahnung haben kann, wo sich die farbigen Steine
befinden könnten. Da der Ermittler in diesem Fall jedoch
schlampig ermittelt hat, muss er zusätzlich eine eigene
Spur aus seinem Vorrat in den Schacht werfen.
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Der linke Nachbar wird nun zum Ermittler. Sollte dieser
ein Opfer auf einer Etage gefunden haben, so legt er
dieses auf den Ermittlungsbogen. Befinden sich am Tatort
Spuren von Mitspielern, so machen diese sich schwer
verdächtig. Sie müssen nun aus ihrem eigenen Vorrat
entsprechend der Anzahl der gefundenen Indizien Spuren
auf den Ermittlungsbogen legen. Der Akt endet, sobald
das zweite Opfer auf den Ermittlungsbogen gelegt wurde
und wieder alle Indizien im Schacht des Hotels
verschwunden sind.
Im
2. Akt geht es darum, Mitspieler zu
verdächtigen
oder
eigene Spuren zu verwischen.
Wer an der Reihe ist, darf sich nun für eine der beiden
Optionen entscheiden. Möchte er eine oder mehrere
Personen verdächtigen, so nennt er laut den/die Name(n)
und öffnet dann das Stockwerk. Jeder Spieler, der
verdächtigt wurde und eine Spur in der inspizierten
Etage hinterlassen hat, muss entsprechende der Anzahl
der gefundenen Spuren wieder aus dem eigenem Vorrat
einen oder mehrere Steine auf dem Ermittlungsbogen
legen.
Der Hotelturm wird
geöffnet, um die Spuren (farbigen Holzwürfel) auf einer
bestimmten Etage sichtbar zu machen.
Wurde schlampig ermittelt und es befinden sich keine
Spuren in der geöffneten Etage, so muss der Ermittler
selbst einen Stein aus seinem Vorrat in den Schacht
werfen. Somit erhöht sich für ihn das Risiko, selber
erfolgreich verdächtigt zu werden. Ein Zug endet immer
damit, dass alle Steine aus der Etage, wie im ersten
Akt, in den Hotelschacht geworfen werden und alle
Spieler genau hinhören müssen, in welche Stockwerke die
Spuren fallen.
Da sich immer mehr eigene Spuren auf dem
Ermittlungsbogen ansammeln, ist es ratsam diese zu
beseitigen. Dazu sagt man diese Aktion an, wenn man am
Zug ist und hebt eine Etage an. Befinden sich auf dem
Stockwerk tatsächlich eigene Spuren, so darf man diese
entsprechend auf dem Ermittlungsbogen wieder entfernen.
Liegt im Stockwerk keine Spur, muss man eine weiter in
den Schacht werfen.
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Spielende: Das Spiel endet, sobald 10 Spuren eines Spielers auf dem
Ermittlungsbogen liegen oder sobald ein Spieler keine
Spuren mehr im Vorrat liegen hat. Dann kommt es zu
Wertung. Aus dem Ermittlungsbogen ergeben sich folgende
Verdachtspunkte:
Eine Spur am Tatort – 3 Verdachtspunkte, eine benachbarte Spur an einem
Tatort – 2 Verdachtspunkte, sonstige Spur – 1
Verdachtspunkt. Wer die meisten Verdachtspunkte
aufweist, wird als Täter überführt und wer die wenigsten
Verdachtspunkte hat, darf sich als Gewinner glücklich
schätzen. [sb]
PLUS:
PLUS:
neuartige Spielidee
Blickfänger-Material
witziges Design
ENDE
MINUS:
MINUS:
wenig
abwechslungsreich
Hotelturm nutz sich schnell ab
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Sebo:
Neben "Safranito", "Mille Grazie" und
"Geistesblitz" stellte Zoch auf der Essener
Spielemesse 2010 ein weiteres ungewöhnliches
Spiel vor. „Mord im Arosa“ erweckte durch seinen
Stapelturm großes Interesse bei den Besuchern
und bei der Presse.
Die Spielregeln wirken auf den ersten Blick
recht komplex und verwirrend, allerdings sollte
man einfach mit der schön bebilderten Anleitung
eine Partie Schritt für Schritt durchspielen.
Die Regeln werden so sehr schnell verinnerlicht
und lassen keine Fragen offen. Während jeder
unserer Partien machte es allen Spielern viel
Spaß, die Mitspieler zu verdächtigen und die
eigenen Spuren zu beseitigen.
Leider bietet "Mord im Arosa" nur wenig
Abwechslung, denn jede Runde spiegelt oft die
vorangegangene wieder. Toll ist jedoch, dass der
Hotel-Turm mit seinem Schacht gut funktioniert.
Die Steine landen wirklich unberechenbar in
irgendeinem Stockwerk und nur durch das Hören
hat man eine reelle Chance, die passenden Steine
zu finden. So ist vor allem große Aufmerksamkeit
gefordert!
Vielleicht macht gerade der Wechsel aus
andächtigem Lauschen und wildem Verdächtigen den
Reiz von diesem Spiel aus. Auch das Design war
ein Grund dafür, weshalb mich das Spiel von
Anfang an interessierte. Jedes Stockwerk ist
anders gestaltet und zeigt sehr detailreich
einige Morddarstellungen und skurrile Figuren.
Für Liebhaber des schwarzen Humors dürfte der
Turm eine wahre Augenweide sein. Mir jedenfalls
haben die im Stil der Arbeiten des
amerikanischen Künstlers Josh Agle entworfenen
Illustrationen sehr gut gefallen.
Die Turmelemente sind aus (wenn auch stabiler)
Pappe, die sich beim Auf- und Abbauen leider
abnutzen. Hier hätte ich mir eine besser
Alternative aus Plastik gewünscht, denn die
Elemente passen auch nicht immer 100%tig
ineinander. Der Spielspaß wird hiervon jedoch
nicht beeinflusst.
Insgesamt freue ich mich, dass Zoch wieder mit
einem ungewöhnlichen Titel glänzen konnte. Das
Thema wurde auf ungewöhnliche Art und Weise
umgesetzt und auch der Mechanismus funktioniert
gut. Ein wenig mehr Abwechslung hätte "Mord im
Arosa" jedoch gut getan und für zusätzliche
Spieltiefe gesorgt.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
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