Genre: Party, Kommunikation
Erscheinungsjahr: 2009 Verlag: Heidelberger Spieleverlag
..i.. Autoren: Pascal Roussel, Christian Lemay Spieleranzahl: ab 5 Spielern
(unter Einschränkungen auch bereits mit 3 Spielern
spielbar) Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: ca. 30 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Initiative
leer
Anzeige
Das
perfekte Alibi
Sehr
verdächtig! Ein Verbrechen ist
geschehen, zwei Verdächtige wurden gefasst - und die Täter
präsentieren ein haarsträubendes Alibi. Aber ist dieses
stichhaltig?
So funktioniert's:
Unter den
Spielern wird ein Spielleiter gewählt, der mit den
Regeln vertraut ist. Er ist nun der „Oberste
Richter“ und übernimmt die Spielführung und die
Aufsicht über die Einhaltung der Regeln.
Aus den
Situationskarten setzt sich das Alibi zusammen.
Tipp:
Zu vielen Spielen präsentiert SPIELKULT.de kostenlose
Erklärvideos!
1.
Phase: Anklage
- Zunächst
werden zwei verdächtige Straftäter aus der
Spielgruppe ausgelost. Der Rest der Gruppe wird zu
Fahndern. Der Richter liest eine Straftat von einer
entsprechenden Karte vor. Nun fragt der Richter
beide Verdächtige nach einem Alibi. Die Verdächtigen
ziehen eine Alibikarte vom Stapel und tragen ihr
Alibi vor (z.B. "wir waren zur Tatzeit (1) in einem
Restaurant und dort (2) als Geisel gefangen").
2.
Phase: Isolation - Die Verdächtigen ziehen sich zurück und haben
3 Minuten Zeit, das Alibi auszubauen und sich auf
die Fragen der Fahnder vorzubereiten. Die
Verdächtigen müssen dabei auf möglichst
übereinstimmende Antworten achten. Die Fahnder
notieren ihre Fragen.
Einer der Tatbestände: Hier
geht es um eine Katzenentführung...
3.
Phase: Erstes Verhör Nach drei Minuten kommt der erste Verdächtige
zum Verhör. Die Fahnder stellen ihre 8-10 Fragen.
Jede Frage muss beantwortet werden und wird notiert.
Leichtes Nachhaken ist dabei erlaubt. Dabei ist
darauf zu achten, dass nur Fragen gestellt werden,
die mit der Tat zu tun haben, die nicht zu allgemein
sind und die beide Verdächtige theoretisch
beantworten können (!).
Anzeige
4.
Phase: Zweites Verhör Nun wird der zweite Verdächtige ins Zimmer
geholt und muss die gleichen Fragen beantworten.
Wieder wird von den Fahndern alles notiert.
5.
Phase: Das Urteil Der oberste Richter fällt das Urteil. Stimmen
mehr als die Hälfte der gegebenen Antworten der
beiden Verdächtigen überein, werden sie
freigesprochen. Andernfalls kann der Richter ihnen
eine frei gewählte Strafe aufbrummen.
Für
weitere Spiele gibt es die Möglichkeit,
"Geschworene" sowie Staatsanwalt und Verteidiger mit
Plädoyers einzusetzen. Außerdem gibt es
Spezialkarten mit fortgeschrittenen Alibis. [go]
Vielen Dank an den Heidelberger Spieleverlag für ein
Rezensionsexemplar!
PLUS:
PLUS:
kommunikativ
ideal für etwas größere
Spielgruppen
kurzweilig
preisgünstig
ENDE
MINUS:
MINUS:
Spielspaß leicht abhängig vom
Spielleiter
evtl. fehlende "Rollen" bei zu
großer Spielgruppe (> 13)
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Gabi: "Das perfekte
Alibi" ist ein Kommunikationsspiel, bei dem
definitiv keine Langeweile aufkommt - wenn die
ganze Gruppe mitspielt.
Wer
kennt nicht die abendlichen Plänkelspiele, bei
dem ein oder zwei Spieler den Raum verlassen
müssen und sich später dann wieder im Zimmer
Aufgaben stellen müssen, die sich andere
ausdachten. Manches Spiel war dabei ganz gut,
doch nicht immer für jeden.
"Das perfekte Alibi"
ist ein Partyspiel, bei dem alle Spieler ganz
nach Belieben beteiligt sein können –
Geschworene, Richter, Verdächtige... Ich habe
das Spiel zum Testen in einer Jugendgruppe
eingesetzt. Bei uns gab es dann auch
Gefangenenwärter, Gerichtsdiener u.a.
Das Material setzt sich zusammen aus einem
einfaches Alibi – Kartenset, das allerdings
schon sehr eigentümliche Alibis preisgibt (was
machen 12-jährige Jungs auf einem
Schönheitswettbewerb oder in Gefangenschaft bei
einem Kannibalenstamm). Allein manches Alibi
reicht bereits zum Schmunzeln aus. Die
Spielanleitung ist einfach zu verstehen und
kommt fast ohne Illustration aus.
Der Spielablauf selbst ist stark abhängig von
einer gut gespielten Regie, ohne plastisches
Spielen des Geschehens bleibt das Spielvergnügen
eingeschränkt. In unserer Jugendspielgruppe
(Alter 10 –13 Jahre) konnten wir während der
gesamten Spielzeit (jeweils ca. 20 min.) stets
die Spannung aufrecht erhalten – unterstützt
von ein paar kleinen optischen Tricks
(z.B. Tische und Stühle wie im Gerichtssaal
angeordnet, einen Hammer, um Ruhe im
Gerichtssaal zu erreichen u.ä.).
"Das perfekte
Alibi" funktioniert dabei glücklicherweise
altersunabhängig und ist als Gruppenspiel
absolut zu empfehlen.wachsene ist die
Mutter.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Chris:Ein
sehr interessantes Partyspiel, dass natürlich
nur in der richtigen Runde funktioniert. Das
Prinzip ist sehr originell und witzig,
allerdings sollte man auf jeden Fall einen
erfahrenen Spieler dabei haben. Einzige Gefahr:
Kennt man bereits die Regeln, braucht man sich
das Spiel eigentlich nicht mehr zu kaufen.
Sowohl kurze Verbrechen, als auch Alibis können
sich alle Spieler problemlos selbst ausdenken.