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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: White Goblin Games
Autoren: Martino Chiacchiera, Remo Conzadori
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Ali Baba
...

... ohne 40 Räuber. Aber mit 'Sesam öffne dich!'

Ali Baba hat die Schatzhöhle der Räuber entdeckt. Die Spieler möchten so viele Schätze wie möglich bergen, diese stapeln sich jedoch bis zu Decke. Von oben nach unten werden die Raritäten eingesammelt - und das mit einer Prise Magie!
 

 
Die 60 Schatzplättchen (10 Schatzarten in jeweils 6 Farben) werden verdeckt gemischt und dann (ebenfalls verdeckt) auf den Spielplan gestapelt. Die unterste Ebene wird mit 25 Plättchen (5x5) belegt, darauf folgt eine Ebene mit 16 Plättchen (4x4), dann eine Ebene mit 9 Plättchen (3x3) und schließlich werden 4 Plättchen oben auf offen ausgelegt (2x2). Die 6 übrig bleibenden Plättchen kommen unbesehen zurück in die Schachtel.



Varianten:
Wer mehr Taktik ins Spiel bringen will, sortiert vor Spielbeginn eine Schatzsorte aus - so sind alle Schätze gleich oft vertreten. Im Spiel zu zweit empfiehlt es sich, mit der kleineren Spielplanseite (4x4 Felder als Grundfläche) zu spielen.

So funktioniert's:
Wer am Zug ist, nimmt ein offen (!) liegendes Plättchen an sich und legt es hinter seinen Sichtschirm. Die Farbe des Plättchens gibt vor, welche Magie nun ausgelöst wird. Außerdem werden nun frei liegende verdeckte Plättchen (= Plättchen, auf denen durch das Entfernen des offenen Schatzes jetzt kein anderes Plättchen mehr liegt) auf ihre Vorderseite gedreht. Dann ist der nächste Spieler dran.



Die magische Wirkung der eingesammelten Plättchen:
- Ein Schatz mit pinkfarbenem Hintergrund bringt dem Spielern sofort 5 Punkte.
- Ein Schatz mit blauem Hintergrund bringt dem Spieler 2 Punkte pro nun freigelegtem Plättchen bzw. für ein offenes Feld auf der Spielplan-Grundfläche.
- Ein Schatz mit braunem Hintergrund bringt dem Spieler 2 Punkte pro identischer Schatzart hinter dem Sichtschirm (am besten kurz vorzeigen!).
- Ein Schatz mit grünem Hintergrund erlaubt es dem Spieler, ein waagrecht oder senkrecht angrenzendes, offen ausliegendes Plättchen ebenfalls hinter den Sichtschirm zu legen; der Zauber des Zusatzplättchens wird dann jedoch nicht ausgeführt.
- Ein Schatz mit gelbem Hintergrund veranlasst, dass die Gegner dem aktiven Spieler je 1 Plättchen aus ihrem Vorrat als Geschenk anbieten müssen. Der Spieler darf sich ein Plättchen davon aussuchen, das er als zusätzliches Plättchen hinter seinen Sichtschirm legt. Die Magie des Zusatzplättchens wird nicht ausgeführt. Nicht gewählte, angebotene Plättchen kehren zu ihren Besitzern zurück.
- Ein Schatz mit weißem Hintergrund führt dazu, dass der Spieler eine Hintergrundfarbe oder Schatzart bis zum nächsten Zug dieses Spielers für die Mitspieler sperrt, d.h. entsprechende Plättchen dürfen eine Runde lang nicht genommen werden, sofern noch Alternativen ausliegen.



Wenn das letzte Plättchen aufgedeckt wurde, wird die laufende Runde noch zu Ende gespielt, sodass alle Spieler gleich oft am Zug waren. Nun zählt jeder Spieler, wie viele Plättchen er pro Schatzart (!) eingesammelt hat. Dafür gibt es dann entsprechend Siegpunkte - je größer das Set, umso mehr Punkte (max. 21 für 6 Schätze einer Sorte). Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.



Variante "Aladins Wunderlampe": In dieser Variante wird mit allen 60 Plättchen gespielt. Die 6 beim Spielaufbau übrig gebliebenen Plättchen werden offen neben den Spielplan gelegt. Immer, wenn ein Spieler eine Wunderlampe (mit einem Stern markiert) einsammelt, kann er sie als Schatz hinter seinen Sichtschirm legen und die Magie entsprechend der Hintergrundfarbe nutzen ODER er tauscht die Wunderlampe gegen ein neben dem Spielplan ausliegendes Plättchen, legt dieses hinter seinen Sichtschirm und nutzt dessen Zauber. [ih]

Hinweis: Bei diesem Spiel handelt es sich um eine 2017er-Herbstneuheit von White Goblin Games, deren fertige deutschsprachige Verkaufsversion wir noch vor offizieller Veröffentlichung in Deutschland erhalten durften. Wer sich für das Spiel interessiert, dürfte das Spiel spätestens ab ca. Ende Oktober (zur Spielemesse in Essen) im Handel käuflich erwerben können.
...
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
flottes Set-Collecting-Spiel mit
   einer schönen Mischung
   aus Glück und Taktik
gelungene Varianten
funktioniert generationsübergreifend
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Plättchen rutschen,
   Sichtschirm zu klein
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Was macht ein gutes Familienspiel aus? Es sollte in meinen Augen schnell erlernbar, möglichst generationsübergreifend, flott spielbar und optisch ansprechend sein. Wenn es dann noch eine gesunde Mischung aus Glück und Taktik bietet, einen hohen Wiederspielreiz besitzt und im besten Falle auch noch richtig spannend oder spaßig ist, dann vergebe ich die volle Punktzahl. "Ali Baba" ist nun erst einmal ein eher ruhiges, abstraktes Spiel; d.h. wer jetzt richtig Action oder Nervenkitzel oder eine große Spielgeschichte sucht, der sollte sich vielleicht doch eher nach einem anderen Spiel umsehen.

Aber: "Ali Baba" erfüllt alle anderen Kriterien mit Bravour. Es macht Spaß, es ist taktisch, ohne dabei komplex zu sein. Es enthält kleine Glücksmomente, die aber keineswegs stören, sondern eher für Abwechslung im Ablauf sorgen. Man kann es mit Spielern jedes Alters spielen, und das in gut 20 Minuten. Klassisches Set-Collecting (sammle möglichst viel von verschiedenen Dingen) wurde bei "Ali Baba" an einen interessanten Aktionsmechanismus gekoppelt, der das Spiel aus der Banalität holt, die man ihm sonst evtl. unterstellen könnte. Vielmehr müssen stets kleine Entscheidungen getroffen werden, welches Plättchen einen in seinem Spielzug am meisten weiterbringt. Je mehr mitspielen, umso enger wird der Run um die verschiedenen Schatzarten, wobei es meist schwierig ist, sowohl eine gute eigene Schatz-Sammlung aufzubauen als auch Mitspieler-Blockade zu betreiben. Diese kommt meist erst gegen Ende des Spieles auf, um den Gegnern dann z.B. den sechsten Schatz einer Art zu verwehren. Trotzdem ist aufgrund der neun bzw. zehn im Spiel vorhandenen Schatzarten eigentlich immer genug Auswahl da, um am Ende nicht völlig blank dazustehen.

Während das Grundspiel es vorsieht, vor Beginn sechs Plättchen ungesehen auszusortieren, was einen höheren Glücksfaktor mit sich bringt, haben wir uns eigentlich in jeder Partie zur "Schatzgleichheit"-Variante entschieden, in der von jedem Schatz gleich viele Plättchen im Spiel sind. Diese Spielweise haben wir als harmonischer empfunden. Taktischer ist sie allemal. Schön ist auch die "Aladin"-Variante, die weitere Entscheidungen der Spieler einfordert, ohne sie dabei zu überfordern.

Wenn ich von Überforderung spreche, dann betrifft das eher das feinmotorische Abbauen der Schatz-Pyramide bzw. eigentlich auch schon den vorangehenden Aufbau. Der Spielplan ist sehr glatt beschichtet, die Plättchen ebenso. Das führt dazu, dass alles sehr schnell ins Rutschen gerät. Gerade Kinderhände tun sich da schwer, die Plättchen aufzunehmen, ohne die anderen völlig aus ihrer Formation zu bringen. Hinzu kommt, dass der Spielplan von seiner Größe ziemlich knapp bemessen wurde, sodass auch die Wertungssteine öfters im Weg liegen, wenn man ein Plättchen aufdecken will. Zu klein sind auch die Sichtschirme geraten. Man kann sich damit arrangieren, ja, aber größer wäre einfach komfortabler gewesen. Hier könnte man beim ansonsten qualitativ guten und schön illustrierten Material noch nachbessern, um das Spiel auch für Grobmotoriker eleganter spielbar zu machen.

Ansonsten ist "Ali Baba" das, was ich immer als Wohlfühlspiel bezeichne. Das Spiel lebt von schnellen Spielzügen, in denen man immer irgendetwas bekommt. Der Fortschritt des Spieles ist stets visuell wahrnehmbar. Man wird während des Spiels nicht abgehängt, erst am Ende werden die Punkte gezählt, sodass hier noch etwas Spannung im ansonsten eher "technischen" Ablauf entsteht, wobei letztere Bezeichnung nicht negativ sein soll, sondern einfach der Art des Spieles geschuldet ist. Wer also gern ein wenig taktiert, ein wenig ärgert und auch mal blufft, der bekommt mit "Ali Baba" ein schönes kleines Spiel geliefert, das mir persönlich richtig gut gefällt. 7 Punkte für die Grundvariante, 8 Punkte für die "Schatzgleichheit"-Variante plus Aladin. Wenn ich in eine Spielrunde mit Wenig- oder Gelegenheitsspielern komme, oder ein schnelles Einstiegs- bzw. Absackerspiel für eine Vielspielerrunde auf den Tisch bringen soll, ist "Ali Baba" seit seinem Erscheinen im Herbst 2017 (siehe Hinweis über dem Wertungskasten) auf jeden Fall stets ein potentieller Kandidat. Daumen hoch, Sesam wird sich bei mir definitiv noch öfters öffnen.
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND  
...
   Gerhild
   Ingo
   André
   Nicole
Ende
 
 

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