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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2011
Verlag: Quined Games /
Huch & friends  ..i..
Autor: Graeme Jahns
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Alba Longa
 
Mögen die Götter uns wohlgesonnen sein!
Alba Longa, als Hauptstadt des Latinerbundes ein Symbol für Macht und Einfluss. Doch die Nachbarstädte machen ihr diese Vormachtstellung streitig.
 

     

Die Spieler sind Oberhaupt eines Stadtstaates und versuchen durch geschickten Einsatz von Arbeitskräften und Kapital Monumente zu Ehren der Götter zu bauen und die Bevölkerung zu vergrößern. Gewonnen hat, wer als Erster 10 Monumente errichtet hat und gleichzeitig 16 oder mehr Arbeiter besitzt.

   
   

Und so funktioniert's:
Jeder Spieler sucht sich eine Städtetafel aus und stellt 8 neutrale Arbeiterfiguren auf die ersten 8 Plätze der Unterkunftsanzeige. Die Anzahl der Arbeiter wird entsprechend auf der Bevölkerungsanzeige markiert. Das Startkapital von 5 Silber und die 10 Monumente in Spielerfarbe werden offen neben die Städtetafel gelegt. Zusätzlich erhält jeder Spieler einen eigenen Satz Heldenkarten und einen Satz Städtekarten aller im Spiel befindlicher Städte (außer der eigenen Stadt). Wird nicht in Höchstbesetzung bespielt, werden die Städtekarten der fehlenden Städte aussortiert.

Das Spiel verläuft über maximal 7 "Jahre". Ein Jahr besteht aus zwei Jahreszeiten, der Aussaat und der Ernte, deren einzelne Phasen weitestgehend identisch verlaufen. Am Jahresende wird geprüft, ob ein Spieler die Siegbedingungen erfüllt - ansonsten wird ein weiteres Jahr gespielt.

1. Beginn der Jahreszeit:
Auf dem allgemeinen Spielplan wird auf der Jahreszeitenanzeige die aktuelle Jahreszeit (Aussaat oder Ernte) markiert. Die Würfelkostenanzeige wird auf 0 zurückgesetzt. Arbeiter können verkauft werden um an Geld zu kommen. Dieses geschieht jedoch sehr selten, da die Arbeiter zum Erfüllen der Siegbedingung benötigt werden.

2. Einsetzen der Arbeiter:
Zuerst dürfen bis zu 3 Arbeiter, die auf Sonderfeldern der Unterkunftsanzeige stehen, umsonst und ohne Würfeln auf der eigenen Städtetafel eingesetzt werden. Danach hält der Startspieler Hof, d.h. er entrichtet die Kosten für das Würfeln gemäß Würfelkostenanzeige – anfangs 0 – an einen Marktstand seiner Wahl auf dem allgemeinen Spielplan und wirft alle 4 Würfelstäbe mit den Zahlen 1 bis 4. Er darf einen der Würfelstäbe an sich nehmen und setzt mindestens einen Arbeiter, maximal die gewürfelte Anzahl an Arbeitern, auf seine Städtetafel. Die Farbe des Würfelstabes (schwarz, grau, weiß, braun) bestimmt den Ort, an dem die Arbeiter eingesetzt werden dürfen.

Anschließend dürfen sich alle Mitspieler reihum gegen Zahlung von 1 Silber an einem der Marktstände einen der verbliebenden Würfel auswählen oder passen. Danach darf der Spieler links vom Startspieler Hof halten und die anderen Spieler dürfen wieder Würfel kaufen. Haben alle Spieler einmal gewürfelt, und ist der Startspieler das nächste Mal an der Reihe, werden die Würfelkosten um 1 erhöht. Die Kosten für die anderen Spieler zum Erwerb übrigbleibender Würfel bleiben immer unverändert bei 1 Silber. Verzichtet ein Spieler auf das Würfeln, darf er danach auch keine Würfel von Mitspielern erwerben.

Die Einsetzphase endet, wenn alle Spieler ihre Arbeiter eingesetzt haben oder auf das Würfeln verzichtet haben. Die Ernterunde unterscheidet sich von der Aussaat dadurch, dass auch Bauern auf die Städtetafel gesetzt werden dürfen. Dieses darf nur der würfelnde Spieler, er sucht sich dafür einen beliebigen Würfel aus.

   
   

3. Ausführen der Aufgaben:
Die eingesetzten Arbeiter führen ihre Aufgaben in festgelegter Reihenfolge aus.

Zuerst greifen die mit schwarzen Würfeln eingesetzten Soldaten fremde Städte an oder verteidigen die eigene Stadt. Alle Spieler mit Soldaten suchen sich aus ihrem Satz Städtekarten verdeckt die Stadt aus, die sie angreifen möchten und decken die Karten gleichzeitig auf. Anschließend wählen alle am Kampf Beteiligten aus ihrem Satz Heldenkarten verdeckt einen Helden aus und decken diesen gleichzeitig auf. Die Helden haben die Werte 0 bis 4.

Hinweis
     sucht neue Mitspieler! > Details

Die Angriffe werden für jede Stadt einzeln abgehandelt. Die Stärke des Angriffs ergibt sich aus der Stärke der Helden und der Anzahl der Soldaten aller Angreifer zusammen. Diese wird mit dem Verteidigungswert verglichen – die Heldenkarte des angegriffenen Spielers und alle eigenen Soldaten. Ist der Angriffswert höher, werden je nach Differenz bis zu 4 Arbeiter (außer Soldaten) der Stadt sabotiert. Die sabotierten Arbeiter wandern zurück auf die Unterkunftsanzeige ohne ihre Aufgaben zu erfüllen – oder erzielen einen geringeren Ertrag. Welche Arbeiter sabotiert werden bestimmen die Angreifer. Die eingesetzten Heldenkarten werden abgelegt und kommen erst wieder ins Spiel, wenn der Spieler alle Helden bereits genutzt hat.

Die mit grauen Würfeln eingesetzten Händler erhalten je nach Anzahl ein festes Einkommen von der Bank. Zudem wird das Geld der Marktstände verteilt: der wertvollste Marktstand geht an die Bank, danach dürfen sich alle Spieler mit Händlern das Geld eines Marktstandes nehmen, der Spieler mit den meisten Händlern zuerst. Sabotierte Händler erhalten kein Geld aus der Bank, aber Geld der Marktstände.

Mit weißen Würfeln im Steinbruch eingesetzte Handwerker errichten Monumente. Ein Handwerker allein arbeitet nicht, man benötigt jeweils 2 Arbeiter, um ein Monument zu bauen.

Mit braunen Würfeln eingesetzte Priester verstärken den Glauben in der Stadt, der Glaubensanzeiger wird ausgehend vom bisherigen Wert hoch gesetzt. Ein hoher Glauben kann die jährliche Ernte verbessern.

In der Ernterunde ernten die Bauern auf den Feldern Getreide, welches zur Ernährung und zum Anwerben neuer Arbeiter benötigt wird. Die Ausbeute ist abhängig vom Wetter, dargestellt durch Wetterkarten. Es gibt Dürren mit karger Ernte, mildes Wetter und gute Ernten durch Regen. Welches Wetter in der aktuellen Runde herrscht, zeigen die Kartenrückseiten. Die Ernteausbeute pro Bauer kann durch einen hohen Glauben verbessert werden.

Die oberste Wetterkarte wird aufgedeckt um den dafür benötigten Glauben zu ermitteln, die Spieler können den Glauben ihrer Stadt entsprechend reduzieren, um mehr Getreide zu bekommen. Zusätzlich können diese Spieler gegen Abgabe von weiterem Glauben den Segen der Götter erhalten. Hierfür werden Segenskarten aufgedeckt, die Getreide, Silber oder ein Monument als Bonus ausschütten. Sabotierte Bauern erzielen einen geringeren Ertrag, der nicht durch Glauben verbessert werden kann.

4. Arbeiter abziehen und Startspieler bestimmen:
Haben die Arbeiter ihre Aufgaben ausgeführt, kehren sie zurück auf die Unterkunftsanzeige. Der bisherige Startspieler sucht sich einen Mitspieler aus, der der neue Startspieler wird.

Das Jahresende:
Am Jahresende, nach Aussaat und Ernte, muss der Spieler seine Arbeiter mit Getreide ernähren. Hat der Spieler nicht ausreichend Getreide für alle, verlassen die hungernden Arbeiter die Stadt - zurück in den allgemeinen Vorrat. Überzähliges Getreide kann genutzt werden um die Bevölkerung zu vergrößern. Die Bevölkerungsanzeige wird dann entsprechend angepasst.

Danach wird überprüft, ob ein oder mehrere Spieler die Siegbedingungen erfüllen. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler mit der größeren Bevölkerung. Hat kein Spieler die Siegbedingungen erreicht, wird ein weiteres Jahr gespielt. Nach 7 Jahren endet das Spiel.

   
   

Das Spiel enthält zusätzliches Material und Regeln für Spielvarianten: Boni für gute Planung, Kriegsbeute bei erfolgreichen Angriffen und eine Variante mit einer neutralen Stadt als mögliches Angriffsziel, die auch zu zweit gespielt werden kann. [bb]

 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
übersichtliche Spielpläne,
   daher recht leichter Einstieg
gute Planbarkeit trotz
   Glückselementen
ENDE
  MINUS:
MINUS:
stets identischer Rundenablauf
weniger geeignet für 2 oder 3 Spieler
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
 
.NEU!.
   

Birgit: Der erste Eindruck von "Alba Longa": neu ist da aber nix! Arbeiter einsetzen und dafür irgendetwas bekommen, bauen, Geld erwirtschaften, Bevölkerung ernähren, alles altbekannt. Die Würfelstäbe sind neu, aber funktioniert das denn? - Ja, es funktioniert, und es funktioniert sogar sehr gut! Die Würfelstäbe benötigen mehr Platz beim Würfeln, aber sie passen gut zum Spielthema und sind praktisch. Ausgewählte, den anderen Spielern nicht mehr zur Verfügung stehende Würfel, können aufgestellt werden.

Die Spielregel ist übersichtlich und gut strukturiert. Leider ist einiges nicht ausdrücklich erklärt. Beispielsweise können in der Ernterunde, falls die Felder bereits besetzt sind, zusätzliche Bauern auf den Bauernhof neben die Felder gestellt werden, aber ernten diese auch Getreide? Hier würde ich mir Nachbesserung wünschen.

Der Spielablauf ist schnell klar, da die einzelnen Runden fast identisch ablaufen. Trotzdem kommt keine Langeweile auf. Auch wenn ein Spieler würfelt, sind die anderen nicht lange unbeteiligt: Kann ich aus diesem Wurf etwas gebrauchen oder schnappt mir jemand das Benötigte weg?

Die Farben der Würfel finden sich auf der Städtetafel wieder, daher geht das Einsetzen der Arbeiter flott von der Hand. Auch das Ausführen der Aufgaben ist schnell gemacht, einmal reihum von links oben nach unten bis rechts oben, die meisten Angaben stehen direkt auf der Städtetafel und sind in der Symbolik eindeutig. Nur die Kosten für das Anwerben neuer Arbeiter und die Werte für die Anzahl der Sabotageakte stehen leider nicht auf dem Spielplan und müssen immer mal wieder nachgeschlagen werden. Es gibt zwar eine Kurzregel, aber leider nur eine einzige für alle Spieler.

Im Spiel herrscht kein großer Mangel. Die Ernährungssituation, das Einkommen ist absehbar. Der Glücksfaktor beim Würfeln ist nicht so sehr entscheidend, da ich fast immer die Möglichkeit habe erneut zu Würfeln oder Würfel zu kaufen. Nur in der Ernterunde bedeuten niedrige Zahlen ärgerlich wenige Bauern, in unseren Spielrunden war dieses aber nie ein Problem. Man kann damit leben oder legt nach.

Der Angriff ermöglicht es den Spielern, den Führenden zu bremsen; gerne hauen auch mal alle zusammen auf Einen. Das macht diesem für diese Runde den ein oder anderen Plan zunichte, aber nicht alles kaputt, da maximal 4 Arbeiter sabotiert werden können. Generell hat man den Eindruck, gut planen zu können.

So schön das Spiel in voller Besetzung (zu viert oder fünft) ist, umso weniger begeistert es mit sinkender Spieleranzahl. Auch wenn es eine zu zweit spielbare Variante gibt, kann ich diese nicht wirklich empfehlen. Beim Angriff auf die neutrale Stadt steht der Ertrag des Angriffes in keinem Verhältnis zum Aufwand. Insgesamt fehlt die Konkurrenz. Ohne Angriff ist das Spiel eher fade Kost. Daher kann ich dem Spiel zu zweit oder dritt leider nur schwächere 6 Punkte geben.

Allen, die ein solide gestricktes Spiel für 4 bis 5 Personen suchen, kann ich "Alba Longa" ans Herz legen: eingängige Mechanismen, thematisch stimmig miteinander kombiniert, und schöne Würfel.

Hinweis zur Wertung "Spielablauf" und "Kult-Faktor": Blaue Wertung (8 Punkte) gilt für 4 bis 5 Personen; im Spiel zu zweit oder zu dritt nur abweichende Wertung in gelb (6 Punkte).
 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

 NO.1   Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als erstes von SPIELKULT.de getestet!

 

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