www.spielkult.de  

Kontakt    Impressum

Suche

 
   START | SPIELETESTS | VIDEOS | EXTRAS | LINKS | SHOP
    Themen          A bis Z          Neuheiten          Verlage          History  
 
 
Zurück zur Übersicht

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKarten
Würfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Lookout Spiele  ..i..
Autor: Uwe Rosenberg
Spieleranzahl: 1 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
(besser: ab 12 Jahren)
Spieldauer: ca. 45 Min.
(besser: ca. 90 Min.)

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 
   

 

 
Agricola Familienspiel
....
Ich brauch' dringend Holz!
…und eigentlich auch Schafe. Und ich müsste säen. Habe ich eigentlich genug Nährwerte? Das Leben eines Farmers ist nicht einfach. Das wissen wir spätestens seit Uwe Rosenbergs komplexen Strategiehit "Agricola" aus dem Jahre 2007...
  
     
... Jetzt - fast zehn Jahre später - können sich auch Familien und Gelegenheitsspieler mit dem "Agricola Familienspiel" an das Thema heranwagen.
Im Gegensatz zum Grundspiel (> Testbericht) haben die Spieler zu Beginn des Spieles keinen eigenen Hofplan, welcher im Laufe des Spieles befüllt werden muss. Jeder Spieler bekommt stattdessen ein aus zwei Räumen bestehendes Starthaus. In jeden Raum wird ein Familienmitglied gelegt. Erwirbt ein Spieler während des Spieles nun andere Plättchen (Weiden, Acker, Räume oder Anschaffungen) werden diese an das Startplättchen angebaut.

Der Spielplan wird je nach Spielerzahl zusammengesetzt. Das Spiel läuft wie das Grundspiel auch über 14 Runden, in denen die Spieler in bekannter Weise ihre Familienmitglieder auf ein freies Aktionsfeld stellen und diese Aktion dann sofort ausführen. Eine Runde besteht auch hier aus der bekannten Vorbereitungszeit, Arbeitszeit, Heimkehrzeit und gegebenenfalls einer Erntezeit.

 
Die zur Verfügung stehenden Aktionen sind weitestgehend aus dem Grundspiel übernommen worden, wurden für die Familienedition jedoch stark verschlankt. Ganz aus dem Spiel entfernt wurden die Ausbildungen und kleinen Anschaffungen (keine Karten mehr!), sowie die Ressourcen "Stein" und "Gemüse".
 
Familienplanung, Haus- und Ackerbau verlaufen wie im Grundspiel. Um Familiennachwuchs - und so mehr Arbeitskräfte - zu bekommen, wählt man die Aktion "Familienzuwachs". Allerdings müssen im Haus genügend Räume vorhanden sein. Des Weiteren kann man sein Haus auch in eine Lehmhütte renovieren. Im Gegensatz zum Grundspiel ist hier der Preis nicht abhängig von der Anzahl an Räumen. Diese beiden Aktionen erlauben auch gleichzeitig die Beschaffung von Ställen.

 
Die Viehzucht, vor allem das Errichten der Weiden, wurde am meisten überarbeitet. Wenn man die Aktion "Einzäunen" wählt, kann man so viele Weiden bauen wie man möchte, solange die Kosten (Holz) bezahlt werden können. Im Gegensatz zum Grundspiel sind die Weiden hier sofort von Zäunen umgeben und können so viele Tiere einer Art aufnehmen, wie auf dem Weideplättchen angezeigt wird. Deswegen gibt es jetzt auch 16 "große Weidenplättchen". Ein Stall verdoppelt auf bekannte Weise die Kapazität der Weide.
 
In der ersten Runde sind erstmal nur die Koch- und Feuerstellen auswählbar. Sie erlauben jederzeit und ohne Zusatzaktion den Tausch von entweder Tieren oder Getreide in Nährwerte. Die Aktion "Brot backen" aus dem Grundspiel entfällt demnach. In den späteren Runden folgen bis zu fünf neue Anschaffungen, die es immer genau einmal gibt. Sie wandeln im Allgemeinen Baustoffe in Nährwerte (in der Ernährungsphase) und Siegpunkte um. So bekommt man zum Beispiel für die "Töpferei" für genau ein Lehm zwei Nährwerte, am Ende des Spieles sogar einen Siegpunkt für je zwei Lehm.


Die Erntezeit:
In sechs Runden findet eine Erntezeit statt. Diese läuft analog zum Grundspiel ab: Man erntet sein Getreide, die Tiere vermehren sich und man muss seine Familienmitglieder ernähren (2 Nährwerte pro Mitglied). Schafft man dies nicht, muss man sich für jeden nicht erreichten Nährwert eine Bettelmarke nehmen.
 
Spielende & Punktewertung:
Nach der 14. Runde kommt es noch einmal zu einer Erntezeit. Danach werden die Punkte ausgewertet. Man bekommt für jedes ausgelegtes Plättchen (außer Holzhütten) genau einen Punkt sowie drei Punkte für jedes Familienmitglied. Jedes Tier, Getreide und jeder Stall auf dem Hofplan sind einen Punkt wert. Gegebenenfalls müssen noch drei Punkte je Bettelmarke abgezogen werden. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. [mk]
 
Linksspan>
 Folgen Sie SPIELKULT.de:
   Facebook     Twitter
     
    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
gute, abgespeckte
   Version des Originals
hervorragende Spielanleitung
fühlt sich wie Agricola an
---
  MINUS:
MINUS:
bietet keine Neuerungen
für ein Familienspiel doch zu komplex,
   daher undefinierte Zielgruppe
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Matthias: Eines vorweg: Die Familienedition von Agricola ist ein gutes Spiel. Punkt.

Uwe Rosenberg hat es geschafft, sein komplexes Kennerspiel auf ein gehobenes Familienspiel zu reduzieren, ohne den Kern des Spieles oder seinen Spielrhythmus zu verändern. Es fühlt sich von der ersten bis zur letzten Minute wie sein großes Vorbild an. In einigen Aspekten verbessert diese Abspeckung sogar das Spiel, so wie etwa das Verzichten auf  Ausbildungs- und Anschaffungskarten - ein aus meiner Sicht großes Manko des Grundspieles. Das Spielmaterial ist von sehr guter Qualität. Besonders die Spielanleitung ist wirklich vorbildlich.  Auf zwölf Seiten werden die Regeln genau und verständlich beschrieben. Das ist top und verdient einen Daumen nach oben.

Moment. "Ein Familienspiel mit zwölf Seiten Anleitung?", möchte man da gleich fragen. Und tatsächlich sollte man sich von dem Schlagwort "Familienspiel" nicht beirren lassen. Wenn man sich die Entwicklung der Grenzen zwischen Familien- und Kennerspiel in den letzten Jahren anschaut, ist das "Agricola Familienspiel" tatsächlich doch eher in die Kennerspielkategorie einzuordnen. Es werden noch immer vierzehn Runden gespielt und es gibt - trotz Reduzierung - noch eine Menge möglicher Aktionen (bis zu 21!). Da werden einige, besonders spielunerfahrene Kinder doch an ihrer Grenzen stoßen. Die Altersempfehlung ab 8 ist deswegen meiner Meinung nach mit großer (!) Vorsicht zu genießen! Auch die Angabe der Spieldauer von ungefähr 45 Minuten ist sehr knapp bemessen. Besonders in voller Besetzung muss man schon eher von einer Spielzeit von 90 Minuten ausgehen.
 
"Soll ich mir denn das Spiel kaufen oder nicht?" - Das ist hier natürlich die Gretchenfrage. Ein Familienspiel für den Weihnachtsabend ist das "Agricola - Familienspiel" definitiv nicht! Die Zielgruppe liegt hier definitiv bei spielerfahrenen Familien, die den nächsten Schritt wagen wollen. Hier stellt sich mir nur die Frage, ob es für diese Kategorie nicht bessere Alternativen gibt. Wahrscheinlich, aber trotzdem macht man mit diesem Spiel auch nichts falsch. Dazu ist es einfach dann doch zu gut. Fans des Originals werden hier eher nicht so viel Spaß haben. Dazu bringt es auch keine Neuerungen, die das Spiel so verändern, dass sich ein Kauf lohnt. So schwimmt es im Endeffekt in der schwammigen Grenze zwischen "zu komplex" für Familien und "nicht komplex genug" für Expertenspieler. Im Endeffekt gibt es für genau diese Krux von mir dann "nur" sechs von zehn Schafen. Hoffentlich habe ich auch genug Weiden.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 
     

Ingo: Wer mich und meinen persönlichen Spielgeschmack kennt, weiß, dass ich kein Fan von übermäßig komplexen Spielen bin. Wenn das Lesen einer Anleitung oder das Spiel an sich in Arbeit ausartet, bin ich raus... Vielleicht, nein sogar ziemlich sicher, gehörte ich daher nie zu den Vielspielern, die Uwe Rosenbergs "Agricola" als das Meisterwerk schlechthin bezeichnet hätten. Nun öffnete mir das "Familienspiel" dann tatsächlich auch den Weg in die spielerische Landwirtschaft, sehr schön, das Spiel gefällt mir gut! Aber... Ein echtes "Familienspiel" ist dieses "Familienspiel" nun wirklich nicht. Die Altersangabe "ab 8 Jahren" ist nach meiner Erfahrung VIEL zu niedrig angesetzt. Nur wirklich spielerfahrene Familien werden mit der abgespeckten "Agricola"-Edition glücklich werden. Würde ich das Spiel ins heutige "Spiel des Jahres"-Raster einsortieren, käme es eindeutig nur in den "Kennerspiel"-Listen vor! Wer sich hier zuhause fühlt und wem "Agricola" bisher zu komplex war, der erhält hier eine sehr gute Einstiegsmöglichkeit (8 Kultpunkte in dieser Kategorie von mir). Gelegenheitsspieler, "Otto-Normal-Familien" und ein absoluter Großteil der 8-jährigen Kinder, die das Spiel laut Schachtel ja offenbar problemlos spielen können, werden gnadenlos überfordert sein. Betrachtet meine Wertung daher mit dieser klaren Einschränkung!
 

 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 

   > So testen wir
       
    Alle Spiele
von A bis Z:

 
Auswahl
# A B C
D E F G
H I J K
L M N O
P Q R S
T U V W
X Y Z #
 

 

 

 

 
 

 

         
     
(C) SPIELKULT.de ^^^