Genre: Familie
Erscheinungsjahr: 2009 Verlag: Pegasus Spiele
..i.. Autor: Momo Besedic Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 30-45 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Adios Amigos
Das Spiel für
alle Revolverhelden Irgendwo in Mexico
treffen sich die Desperados. Doch nur wer am schnellsten
schießt, überlebt!
So funktioniert's:
Die 60 Desperadokarten werden gemischt. Je 15
Karten werden an jeden Spieler ausgeteilt. Außerdem
erhält jeder Spieler 10 Revolvermarker einer Farbe, 1
Dynamitbündel und 2 Patronen. Die restlichen
Desperadokarten werden vorerst beiseite gelegt. Die 5
Beuteplättchen werden als Rundenstapel nach Zahlen
sortiert (1 ganz oben).
Jeder Spieler
hat 3 Desperado-Karten vor sich ausliegen.
Patronen zum
"Nachladen" sowie eine Dynamitstange.
Jeder
Spieler richtet sich nun sein "Kampfgebiet" ein:
- die Revolvermarker werden gemischt und verdeckt
nebeneinander vor jedem Spieler abgelegt
- die 15 Desperadokarten werden als verdeckter Stapel
neben die Revolver gelegt
- die Patronen und das Dynamit werden griffbereit
seitlich neben die Revolver platziert.
Es werden insgesamt 5 Runden gespielt. Die Runden laufen
folgendermaßen ab:
- Jeder Spieler nimmt die 3 obersten Desperadokarten
seines Stapels und legt sie gut sichtbar so vor die
Revolver, so dass alle Mitspieler die Desperados gut
erreichen können.
- Der älteste Spieler gibt das Startkommando "Adios
Amigos". In den weiteren Runden gibt der Sieger der
vorherigen Runde das Startkommando.
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Dann beginnt
die "Ballerei":
Alle beginnen gleichzeitig zu "schießen", d.h. jeder
Spieler dreht 2 seiner Revolvermarker um und schaut auf
die Zahlen der Rückseite. Nur mit der passenden
Trefferzahl kann der gegnerische Desperado erledigt
werden. Die Treffer passen, wenn sie entweder mit der
Summe oder der Differenz der beiden Zahlen auf den
Desperadokarten übereinstimmt (Beispiel: Auf den
Desperados sind die Zahlen 2 und 5 zu sehen, also
brauchen wir entweder die Zahl der Summe 2+5 = "7" oder
die Differenz 5–2 = "3". Sind die Zahlen auf den
aufgedeckten Revolverkarten zu finden, kann der
Desperado abgeschossen werden.) Dabei gilt: Wer zuerst
schießt, trifft zuerst! Nur ein Schuss ist erlaubt. Nur
ein Marker darf auf die Karte gelegt werden, weitere
Marker von anderen Spielern müssen zurückgenommen
werden, nur der erste zählt! Wer eine falsche Zahl auf
einen Desperado legt, hat daneben geschossen. Der Marker
wird vom Spieler zurück genommen.
2+6= 8
bzw. 6-2=4. Die "4" und die "8" sind somit gültige
Marker.
In diesem
Fall wird die Summe 14 über die Patronenmarker 5+2+7
erzielt.
Können in der laufenden Runde keine Marker mehr
verwendet werden, darf nachgeladen werden. Dazu werden
die Patronen benötigt. Jeder Spieler, der noch im Besitz
mindestens einer der beiden Patronen ist, darf zu jeder
Zeit der Runde laut „Nachladen“ rufen. Der entsprechende
Spieler legt daraufhin eine Patrone in die Tischmitte
und alle Spieler dürfen sofort 2 weitere Revolvermarker
umdrehen.
Achtung! Dynamit! Jeder Spieler darf in der laufenden
Runde einmalig sein Bündel Dynamit verwenden. Dazu ruft
er „Bombe“. Daraufhin halten sich alle Spieler für 10
Sekunden mit beiden Händen die Ohren zu und zählen
gemeinsam von 10 rückwärts. Während dieser Zeit darf der
Bombenleger mehr als nur einen bereits umgedrehten
Revolvermarker auf einen Desperado legen und ihn so
erledigen. (d.h. der Desperado zeigt z.B. die Zahlen 7
und 8. Er könnte also nur mit einer 1 oder einer 15
besiegt werden. Während der Bombenzeit darf die Zahl 15
aber aus mehreren Markern zusammengesetzt werden, also
z.B. 9 und 2 und 4.) Es darf nur ein Desperado während
der Bombenzeit erledigt werden, nachladen ist nicht
erlaubt. Nach Ende der 10 Sekunden geht das Spiel normal
weiter. Liegen auf allen 3 Desperadokarten eines Spieler
Revolvermarker, scheidet dieser Spieler aus der
laufenden Runde aus und darf nun keine Schüsse mehr
abgeben.
Mögliche Runden-Enden:
1. Nur noch ein Spieler hat einen Desperado ohne
Revolvermarker.
2. Alle haben sich gleichzeitig ausgeschaltet und es hat
keiner überlebt.
3. Alle Spieler haben keine passenden Marker mehr und
keiner kann mehr nachladen.
Jeder Spieler begutachtet nun seine getroffenen
Desperados und dreht die auf ihnen liegenden
Revolvermarker um. An der Farbe der Marker kann jeder
erkennen, wessen Schuss den Desperado erledigt hat. Der
Schütze erhält seinen Marker zurück und zusätzlich auch
die getroffene Desperadokarte. Der Schütze kann die
Karte umdrehen und mit der Nugget-Seite nach oben auf
seinen „Siegesstapel“ legen. Jede Karte ist einen Nugget
wert.
Überlebende Desperados verbleiben beim Besitzer und
werden ebenfalls als Nugget abgelegt. Der einzige
Überlebende erhält das Beuteplättchen mit der Rundenzahl
und legt es umgedreht vor sich ab. Überleben mehrere
Spieler, kriegt keiner etwas, das Rundenplättchen wird
zurück in die Kiste gelegt.
Strafen: Für einen Fehlschuss zahlt der Schütze 3
Nuggets an den Nichtgetroffenen und 1 Nugget an jeden
weiteren Mitspieler. Für den Ruf „Nachladen“ , ohne im
Besitz einer Patrone zu sein, wird an jeden Mitspieler
ebenfalls ein Nugget gezahlt. Hat ein Spieler nicht
genug Nuggets zur Abzahlung der Strafe müssen
entsprechende Schuldscheine geschrieben werden, die in
späteren Runden abgezahlt werden müssen.
Nach 5 Runden endet das Spiel. Es gewinnt der Spieler
mit den meisten Nuggets. Bei Gleichstand gibt es mehrere
Sieger. Ein guter Grund gleich noch einmal zu spielen.
[go]
Vielen
Dank an Pegasus für ein Rezensionsexemplar!
PLUS:
PLUS:
dynamischer Ablauf
simples Regelwerk
fördert die Rechenfähigkeit
bei Kinder
MINUS:
MINUS:
Dynamit und Patronen für
Kinder pädagogisch
polarisierend
hektischer Ablauf nicht
jedermanns Sache
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Gabi: "Adios Amigos" ist
ein rasantes Familienspiel mit einer
interessanten Spielidee. Das Thema ist im Rahmen
eines auch für Kinder geeigneten Spieles für
militante Waffengegner eventuell nicht ganz
unbedenklich. Doch der Spielablauf beruhigt: Das
Abschießen der Desperados bleibt unblutig. Eher
ist Rechnen im Zahlenraum bis 20 gefordert. Aufs
Glück verlassen, reicht nicht aus, um das Spiel
zu gewinnen.
Ein gutes Auge und schnelle
Reaktionen (was wiederum durchaus ans Schießen
erinnert) wird benötigt, um als erster den
Gegner zu erledigen. Tja, oder man selbst fällt
dem Schnelleren zum Opfer.
Das Spielmaterial ist thematisch angepasst, die
Spielanleitung gut illustriert. Der Spielablauf
ist flüssig.
In unserer Testgruppe gab es
insgesamt überwiegend positive Beurteilungen;
etwas unglücklich ist jedoch das vorzeitige
Ausscheiden bei Verlust aller eigenen
Desperados. Eine Spielempfehlung kann ich allen
geben, die sich nicht am "Erschießen" der Gegner
stören.